„Auschwitz – Spuren der Shoa. Erinnern heute und morgen“

am 18.06.19 um 18 Uhr

im Kurt-Neuwald-Saal, Neue Synagoge, Georgstr. 2, Gelsenkirchen

Schüler*innen der evangelischen Gesamtschule Bismarck wählen in der 12. Klasse einen Projektkurs mit vielen Angeboten. 19 von Ihnen haben sich dafür entschieden, sich mit der Shoa zu beschäftigen. „Was bedeutet dieses Verbrechen heute für uns?“ war die zentrale Frage, die den Kurs beschäftigt hat. Was bedeutet „erinnern“ und wozu ruft es diejenigen auf, die Zeugen der Erinnerung sind? Eine Reise nach Auschwitz war Teil der Auseinandersetzung. Die Schüler*innen haben diese Reise zum Ausgangspunkt genommen, sich und ihre Umgebung genauer auf die „Spuren der Shoa“ hin zu untersuchen.

Die Ergebnisse präsentieren sie in einem Film, der Theologie, Gesellschaft, Geschichte und ihre ganz persönliche Gegenwart in Zusammenhang stellt. Ihre Erfahrungen und Gedanken möchten sie im Anschluss an den Film ins Gespräch bringen. Die Präsentation in der Synagoge hat für den Kurs eine ganz besondere Bedeutung. Der Kurs hofft auf viele Gesprächspartner*innen – heute für morgen.

Grußwort: Frau Annette Berg, Stadträtin für Kultur, Bildung, Jugend, Sport und Integration

„Mehr als die zwei Jahre im Achterhuis“.

Anne Franks Leben in Zeitzeugenberichten

Lesung mit den „Bucheckern“

Am Mittwoch, 12. Juni 2019, 18.00 Uhr

Neue Synagoge Gelsenkirchen, Kurt-Neuwald-Saal,

Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt am Main geboren. Sie würde am Tag dieser Lesung also 90 Jahre alt – sie könnte noch unsere Zeitgenossin sein,

aber ihr Leben endete ja schon 1945. Heute kennt man sie als Verfasserin des berühmten Tagebuches, das sie in etwas mehr als zwei Jahren (Juni 1942 bis August 1944)

im Versteck im Hinterhaus der Prinsengracht 263 in Amsterdam schrieb. Aber sie hatte natürlich ein Leben vor der Zeit im Versteck, das eines fröhlichen jungen Mädchens,

auf dessen Leben der Einmarsch der Deutschen in die Niederlande immer dunklere Schatten warf. Und auch ein Leben danach, das mit ihrer Ermordung im

KZ Bergen-Belsen Ende Februar oder Anfang März 1945, also nur wenige Wochen vor der Befreiung, endete. An beide erinnern die „Bucheckern“, indem sie Berichte von Menschen vortragen, die Anne Frank persönlich kannten.

 

„Die Bucheckern“ sind die Vorleserinnen des Consol Theaters.

Unter der Anleitung von André Wülfing trainieren sie regelmäßig ihre Lese-Kompetenz und arbeiten stetig neue Programme für Groß und Klein aus.

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Gelsenkirchen und der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Jeweils am ersten Donnerstag des Monat findet um 17.00 Uhr eine Führung im neuen Jüdischen Gemeindezentrum statt.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich und wird von der Stadt- und Touristinfo unter 0209/1693968 gerne entgegen genommen.