„Die Erinnerung ist wie das Wasser: Sie ist lebensnotwendig und sie sucht sich ihre eigenen Wege in neue Räume und zu anderen Menschen. Sie ist immer konkret: Sie hat Gesichter vor Augen und Orte, Gerüche und Geräusche. Sie hat kein Verfallsdatum und sie ist nicht per Beschluss für bearbeitet oder für beendet zu erklären.“

Noach Flug sel.A., Auschwitz-Überlebender

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 27. Januar 2026 jährt sich zum 81. Mal der Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Mit einer Gedenkfeier möchten wir der Millionen Opfer des nationalsozialistischen Regimes sowie der Deportation Gelsenkirchener Juden am 27. Januar 1942 nach Riga gedenken.

In Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische-Zusammenarbeit Gelsenkirchen e. V., dem Förderverein Neue Synagoge e. V. möchten wir den Tag gerne gemeinsam mit Ihnen begehen. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein.

27. Januar 2026 um 18:00 Uhr

im Kurt-Neuwald-Saal

Neue Synagoge, Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen

 

Programm

Begrüßung mit musikalischer Begleitung – Viktoria Sarazinski

Eröffnung – Slava Pasku, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Grußwort – Andrea Hense, Oberbürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen

Musikalische Begleitung – Viktoria Sarazinski

Beitrag – Jugendgruppe Chesed, Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen

Vortrag und Lesung –

Schreiben als Widerstand. Texte aus den Ghettos und den KZs als Zeugnisse der Selbstbehauptung“

Prof. Dr. Sascha Feuchert, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Leiter der dortigen Arbeitsstelle Holocaustliteratur

Musikalische Begleitung – Viktoria Sarazinski

Gebet

 

Wir bitten um Anmeldung bis zum 22.01.2026 per E-Mail an anfrage@jg-ge.de oder telefonisch unter 0209/15523-0.

 

Wir freuen uns auf Sie!

Mit herzlichen Grüßen

 

Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen

Slava Pasku

-Vorsitzende-

Führungen Synagoge, Friedhöfe, Begegnungsstätte 2026

 

Neue Synagoge Gelsenkirchen

Auf dem Platz der 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannten
Synagoge wurde im Februar 2007 die neue Synagoge eröffnet. Seitdem
ist sie das Zentrum des jüdischen Lebens in Gelsenkirchen. Die neue
Synagoge ist ein Ort des Gebetes, der Versammlung, des Lernens
und der intensiven Begegnung. Die Führung ermöglicht nicht nur die Räumlichkeiten kennen
zu lernen, sondern vermittelt auch einen Einblick in das Gemeindeleben sowie in die Geschichte des Judentums in Gelsenkirchen.
Führungen durch die neue Synagoge in der
Georgstraße 2
45879 Gelsenkirchen

Mi    08.04.    17Uhr – Thema: Pessach – das Passahfest

Was genau feiern jüdische Menschen an diesem Fest und welche Speisevorschriften gibt es?

Mi    02.09.    17Uhr – Thema: Die hohen Feiertage – Neujahrsfest Rosch Haschana und Versöhnungstag Jom Kipur
Mi    07.10.    17Uhr – Thema: Das Laubhüttenfest – Sukkoth – Warum sollen Juden 8 Tage in einer Laubhütte leben?
MI    02.12.    17Uhr – Thema: Chanukka – das Fest des Lichtes mit 8 Kerzen und einem Diener!

 

Begegnungsstätte Alter jüdischer Betsaal

Fast 50 Jahre lang war der kleine Betsaal in der Von-der-Recke-Straße 9 das Zentrum des religiösen Lebens der jüdischen Kultusgemeinde in Gelsenkirchen. Heute ist der 1958 geweihte ehemalige Betsaal ein authentisches Zeugnis des jüdischen Lebens der Nachkriegszeit in Gelsenkirchen.

Im Betsaal gibt eine kleine Ausstellung einen Einblick in die Geschichte der Juden in Gelsenkirchen und in ihre Religion. Auch eine alte Thorarolle der Gemeinde

sowie einige Exponate des jüdischen Museums Dorsten sind ausgestellt.
Die alten Buntglasfenster im Betraum zeigen die jüdischen Feiertage in einer für die 1950er-Jahre typischen Darstellung.

Führungen durch den alten Betsaal in der
Von-der-Recke-Straße 9
45879 Gelsenkirchen

Mi    06.05.    17Uhr – Thema: Neubeginn jüdischen Lebens nach dem Holocaust
Mi    04.11.    17Uhr – Thema: „Gedenke, erinnere Dich!“

 

 

Alter jüdischer Friedhof

Der alte jüdische Friedhof von 1874 ist ein stiller Ort mit rund 400 Gräbern

aus alter Zeit. Bis 1936 wurden hier Beerdigungen vorgenommen.

Der „gute Ort“ (eine Bezeichnung für einen jüdischen Friedhof)

in Gelsenkirchen-Bulmke ist ein Zeugnis der jüdischen Bestattungskultur.

Während der Führung werden die Abläufe bei einer Bestattung und Wissenswertes über

jüdische Friedhöfe erklärt. Was bedeuten zum Beispiel die hebräischen Buchstaben auf einem Grabstein? Welche Bedeutung haben die Hände oder die Krüge? Warum liegen

auf manchen Grabsteinen kleine Steine?
Führungen auf dem alten jüdischen Friedhof Wannerstraße / Ecke Oskarstraße und
in Gelsenkirchen-Horst.

Mi    03.06.    17Uhr – Thema: Tod und Trauer im Judentum
Mi    05.08.    17Uhr – Thema Tod und Trauer im Judentum, Betrachtung der Symbole auf den                                       Grabsteinen

 

Neuer jüdischer Friedhof
Treffpunkt: Am Dördelmannshof 46a in 45886 Gelsenkirchen Ückendorf

Mi    01.07.    17Uhr – Thema: Tod und Trauer im Judentum und wie sich die Friedhofskultur im Laufe der Zeit geändert hat

 

Mindestteilnehmerzahl: 3
max. Teilnehmerzahl: 30

 

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch unbedingt erforderlich unter touristinfo@gelsenkirchen.de  oder wird von der Stadt- und Touristinfo unter 0209/169 3968 bzw. 0209/169 3969 gerne entgegen genommen.